VARIZEN-BEHANDLUNG

SKLEROTHERAPIE (Verödungsbehandlung) 

Oberflächliche, im Hautniveau liegende, kleine bläuliche Venen (Besenreiser und retikuläre Venen) werden oft als hässlich empfunden, haben aber meist nur kosmetische Bedeutung. Mit flüssigem Verödungsmitteln (Aethoxysklerol oder Chromalaun)

können sie zum Verschwinden gebracht werden.


SCHAUMSKLEROSIERUNG

Bei geeigneten Patienten können Krampfadern durch Schaumsklerotherapie behandelt werden. Dazu wird ein Verödungsmittel (meist eine alkoholische Lösung als Schaum) ultraschallgesteuert in die erweiterte Vene injiziert. Der Körper baut die so behandelten Venen im Laufe von Wochen bis Monaten ab. 

Während früher bei tiefer liegenden und grösseren Krampfadern eine dauerhafte Kompressionstherapie und die chirurgische Therapie die einzigen Möglichkeiten der Behandlung waren, haben sich seit Einführung der Laser- und Radiofrequenztechnologie in den letzten Jahren verschiedene neue minimal-invasive, sog. endovenöse Verfahren entwickelt, welche die klassische Operation zunehmend

ablösen. 


ENDOVENÖSE THERAPIEN

Es gibt verschiedene Verfahren: Laser, ClosureFast (Venefit®) und Radiofrequenzverfahren. Diese Methoden beruhen darauf, dass die erkrankten Venen über einen Katheter mittels Hitze ausgeschaltet und in Folge durch körpereigene Prozesse abgebaut werden. Die endovenösen Eingriffe werden bei uns in der Praxis ambulant in Lokalanästhesie (sog. Tumeszensanästhesie) durchgeführt.

Closure Fast Prozedur - Medizin im Schauspielhaus Gemeinschaftspraxis

Video ClosureFast®-Verfahren

Varizen - Medizin im Schauspielhaus Gemeinschaftspraxis

Vor der OP

Varizen - Medizin im Schauspielhaus Gemeinschaftspraxis

2 Wochen nach ClosureFast

In jüngster Zeit haben sich auch endovenöse Verfahren etabliert, die ohne Hitze und ohne lokale Betäubung angewendet werden können. Beim „VenaSeal®-Verfahren“ (Klebetechnik) wird die Vene mittels Zyanoacrylatkleber verschlossen und ausgeschaltet.

Venaseal System - Medizin im Schauspielhaus Gemeinschaftspraxis

Nachdruck Abb. und Videos mit freundlicher Genehmigung der Fa. Medtronic

Video VenaSeal®-Verfahren

Vorteile der neuen, minimal-invasiven Verfahren

  • keine Inzisionen, keine Narben, kaum Blutverlust
  • kurze Arbeitsunfähigkeit
  • keine Narkose, keine Spinalanästhesie
  • kein Klinikaufenthalt

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Ergebnisse denen der konventionellen Operation zumindest ebenbürtig sind.

KLASSISCHE VERFAHREN 

  • Stripping-Operation:
    In besonderen Fällen kann eine klassische Operation sinnvoll sein. Man versteht darunter die sogenannte Crossektomie (Absetzen der Stammvenen an der Einmündung in die tiefe Vene), das Stripping (Herausziehen der Stammvenen und die Phlebektomie (Entfernen der Seitenäste mit der „Häkchenmethode“). Dieser Eingriff wird unter Narkose teilstationär oder stationär von PD Dr. Dr. Christian Schmidt an der Klinik Hirslanden, Zürich durchgeführt. Diese Option steht auch allgemein versicherten Patienten offen.
  • Phlebektomie (Häkchenmethode):
    Man versteht darunter das Entfernen von erkrankten Seitenästen über kleine Hautschnitte (ca. 2mm) in Lokalanästhesie, häufig in Kombination mit anderen der genannten Methoden. Diese Therapie kann ambulant in der Praxis durchgeführt werden. 

Fazit

Unsere phlebologische Behandlung basiert auf einem ganzheitlichen Konzept. Die gesamte Diagnostik, die Therapie und die Nachsorge werden auf Sie persönlich angepasst. Jedes der genannten Verfahren hat Vor- und Nachteile, jeder Patient individuelle Bedürfnisse. Unsere grosse Erfahrung mit allen Verfahren ist die beste Voraussetzung, dass wir Ihnen die für Sie persönlich beste Therapie anbieten können. 

Prof. Dr. Markus Enzler und PD Dr. Dr. Christian Schmidt sind beide in der Schweiz und im Ausland ausgebildete Chirurgen, Gefässchirurgen und Phlebologen und führen gemeinsam als Spezialisten der endovenösen Therapien das Venenzentrum-am-See in Feldmeilen / Herrliberg. Seit Januar 2018 sind sie in der Gemeinschaftspraxis MediS tätig. Beide sind an der Universität Zürich

habilitierte Dozenten.